10.10.2018

DEVAP-VKAD-Pressemeldung

Gegen Lohndumping: Herr Minister, halten Sie Wort!

Anlässlich der heute stattfindenden Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) fordern die beiden kirchlichen Fachverbände für Altenhilfe VKAD und DEVAP die politisch Verantwortlichen auf, ihre abgegebenen Versprechen einzuhalten.

„Vor zwei Wochen kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in den Medien an, per Gesetz für eine bessere Bezahlung der Mitarbeitenden ambulanter Pflegedienste sorgen zu wollen. Das hat unsere Sozialstationen elektrisiert. Seither erreichten uns viele Nachfragen. Als Verband freuen wir uns sehr, dass die Bundespolitik hier endlich handeln und das enorme Engagement der Pflegekräfte honorieren will“, erklärt Eva-Maria Güthoff, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD). „Allerdings liegen uns außer medialen Absichtserklärungen immer noch keine konkreten Gesetzesentwürfe vor. Unsere Pflegekräfte fürchten nun, dass sie am Ende doch, wie so oft, wieder leer ausgehen. Das würde die Politikverdrossenheit weiter fördern!“, sorgt sich Eva-Maria Güthoff.

 

Die Mitglieder der Diakonie und der Caritas zahlen bundesweit die höchsten Tarife im stationären und ambulanten Altenhilfebereich. VKAD und DEVAP fordern die gesetzliche Regelung für eine tarifliche Vergütung im SGB V analog zum SGB XI schon seit Jahren. „Gerne stehen wir als Ansprechpartner für eine entsprechende Umsetzung zur Verfügung“, so Nicolas Basse, Geschäftsführer des DEVAP. „Es wäre ein Signal der Wertschätzung für alle Pflegekräfte im ambulanten Dienst, wenn den Worten nun Taten folgten“, fügt Basse zu. 

 

Das gerade im Entstehen begriffene Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz bietet sich für das Schließen der bisherigen Gesetzeslücke an.

 

Hintergrund für die Redaktionen: Die beiden großen kirchlichen Fachverbände für Altenarbeit und Pflege DEVAP und VKAD setzen sich auf Bundesebene seit Jahrzehnten für die Belange der Altenhilfe in Deutschland ein. Die Bundesfachverbände vertreten über 2.200 stationäre Einrichtungen der Altenhilfe, über 1.500 ambulante gesundheits- und sozialpflegerische Dienste, rund 200 Altenpflegeschulen mit der entsprechenden Zahl an Ausbildungsplätzen sowie zahlreiche Altentagesstätten, Initiativen und Selbsthilfegruppen.