DEVAP begrüßt neue Ausbildungsfinanzierung auf Landesebene
„Die Bundesländer gehen voran“
„Während die Bundespolitik hier auf ganzer Linie enttäuscht, gibt es auf Landesebene entschlossene Initiativen gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. Einige Bundesländer gehen voran und handeln“, so Renate Gamp, Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege (DEVAP). Sie kommentiert damit die Einführung einer Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung in Nordrhein-Westfalen. Die erforderliche Rechtsverordnung ist nun in Kraft getreten. Das neue Verfahren soll ab dem 1. Juli umgesetzt werden.
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DEVAP sieht die Pläne von Bahr nur als Zwischenschritt einer längst überfälligen Korrektur
Jahr der Pflege als Unwort 2011
Der Gesundheitsminister rühmt sich damit, dass ab 2013 für 500.000 Demenzkranke mehr Geld bekommen sollen. Für den einzelnen Betroffenen ist das zu begrüßen, aber für die Pflege ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Wo bleibt das Gesamtkonzept?“, fragt Renate Gamp, Vorsitzende des DEVAP. „Allen, auch dem Minister, müsste klar sein, dass es höchste Zeit ist, eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung anzupacken. Diese Korrekturen können nur ein Zwischenschritt sein.“ In den einzelnen Pflegestufen plant die Koalition höhere Leistungen zwischen 70 und 215 Euro. Insgesamt sind Verbesserungen für 1,1 Milliarden Euro geplant, wofür die Beiträge um 0,1 Punkte steigen sollen. Dabei wissen alle – Experten, Politiker, die jetzigen und zukünftigen Senioren – dass für eine auskömmliche Reform der Pflegeversicherung etwa vier bis fünf Milliarden Euro notwendig sind.
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DEVAP lehnt EU-Vorstoß zur Pflegeausbildung ab
Einengen des Bewerberkreises ist der falsche Weg
„Für die Altenhilfe ist es absolut kontraproduktiv, den Zugang zur Ausbildung einzuschränken.“ Mit diesen Worten wendet sich Renate Gamp, Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP), gegen EU-Pläne, die Zugangsvoraussetzungen für Pflegeausbildungen von zehn auf zwölf
Schuljahre heraufzusetzen. Dies ist im Rahmen einer Reform der Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen geplant.
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Einladung zum Fachtag
3. Brennpunkt PERSONAL: „Gesund führen - Gesund pflegen. Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Pflege“
Am 6. März 2012 lädt der DEVAP gemeinsam mit der Führungsakademie für Kirche und Diakonie nach Nürnberg zum dritten Fachtag „Brennpunkt PERSONAL“ ein. Wir freuen uns sehr, zum Auftakt unseres Fachtags die „Initiative Gesundheit“ der BMW Group vorstellen zu können. Die Perspektive der „Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter“ folgt im Anschluss. Wie wird dort die Gesundheit der Mitarbeitenden gefördert, jetzt und langfristig? Beide Impulse bilden die Grundlage zur Reflexion wirksamer Instrumente und Strategien für das Betriebliche Gesundheitsmanagement.
Zum Programm und zur Anmeldung ...
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Dem Nachwuchsmangel begegnen

Diakonie startet Onlineportal zu sozialen Berufen
Es ist so weit: Das viel beworbene Diakonie-Berufsorientierungsportal www.soziale-berufe.com ist jetzt online. Der Diakonie Bundesverband hat dieses Portal im Projekt „Mit Neuen Medien Jugendliche für die Diakonie gewinnen“ entwickelt. Der DEVAP, der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband sind Kooperationspartner und am Projekt beteiligt. Diakonische Einrichtungen, Dienste und Bildungseinrichtungen haben u. a. die Möglichkeit, im Portal kostenlos freie Ausbildungs- oder Studienplätze sowie freie Stellen für Berufseinsteiger in ihren Einrichtungen zu annoncieren.
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DEVAP kritisiert Pflege-Eckpunkte: Ideenskizze statt nachhaltige Reform
Handlungsbedarf erkannt, nachhaltiges Handeln verschoben
„Die Eckpunkte sind nicht mehr als eine Ideenskizze und von einer nachhaltigen, zukunftsfesten Reform weit entfernt“, bewertet Renate Gamp, Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) die vom Kabinett verabschiedeten Eckpunkte zur Umsetzung der Pflegereform. „Zu den vorgeschlagenen punktuellen Maßnahmen fehlen auf weiter Flur konkrete Umsetzungs-Angaben: Es gibt keine Zahlen, keine Summen, keinen Zeitplan. Wie sollen die bekanntermaßen unzureichenden in Aussicht gestellten 1, 1 Milliarde Euro genau verteilt werden? Das Papier wirft mehr Fragen auf, als es Antworten liefert“, stellt die Verbandsvorsitzende fest.
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Rückblick: Fachtag 7.11.11 „Baustelle praktische Ausbildung: Allianzen, Argumente, Ausblicke
Bildung nimmt im Netzwerk der Versorgungssysteme eine zentrale Rolle ein. Auszubildende werden faktisch größtenteils in der Praxis sozialisiert, in den Altenhilfeeinrichtungen. Dort kompensieren Schülerinnen und Schüler oftmals personelle Lücken, Praxisanleiter sind mit wesentlichen, aber anderen Aufgaben als der Ausbildung betraut, der Druck wächst. Immer offenkundiger wird die Frage, ob wir heute das fördern, was wir morgen brauchen – die praktische Ausbildung ist zu einer Baustelle geworden.
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Nachlese zum 11. DEVAP Bundeskongress

Wir sind es wert – vom W€rt der Pflege
Führungs- und Leitungskräfte aus ganz Deutschland trafen sich im Herbst erneut zum Leitkongress der diakonischen Altenhilfe. Alle zwei Jahre richtet der DEVAP eine Großveranstaltung aus, bei sich der Entscheidungsträger über die maßgeblichen Trends, Themen, Herausforderungen und Entwicklungen der Pflegebranche informieren und austauschen. Am 21. und 22. September 2011 fand der 11. DEVAP-Bundeskongress in Berlin-Spandau statt.
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DEVAP veröffentlicht Forderungskatalog

Die Hängepartie ist unerträglich
Die Regierung hat es verpasst, 2011 tatsächlich zum Jahr der Pflege zu machen. Angekündigt waren Eckpunkte zu Ende September. Nun hat Gesundheitsminister Daniel Bahr die Eckpunkte auf unbestimmte Zeit verschoben. Während die Regierung weiter auf Zeit spielt, gibt der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) einen neuen Forderungskatalog heraus.„ Die Betreuung demenziell veränderter Menschen ist eine der größten Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben, und damit eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft“, so Renate Gamp, Vorsitzende des DEVAP. „Es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die es Haus- und insbesondere Fachärzten erleichtern, Menschen mit Demenz kontinuierlicher medizinisch zu begleiten.“ Der DEVAP fordert in diesem Punkt unter anderem eine umfassende ärztliche Versorgung und qualifizierte Angebote zur sozialen Betreuung von Menschen mit Demenz. Für die Mitarbeitenden fordert der DEVAP die Änderung des gesetzlichen Rahmens, um eine tarifgerechte Entlohnung der Mitarbeitenden sicherstellen zu können. „Personalkosten aus einer tariflichen und ortsüblichen Entlohnung müssen in voller Höhe in den Vergütungsverhandlungen von den Kostenträgern anerkannt werden“, so Gamp. „Dies muss gewährleistet sein, denn nicht zuletzt ist das Lohnniveau ein entscheidender Faktor für die Attraktivität und den gesellschaftlichen Stellenwert des Berufes.“ Das Nichts-Tun der Regierung lässt die Fachleute zweifeln, ob ihr an einer Reform der Pflege tatsächlich gelegen ist. „Kann es wirklich sein, dass pflegebedürftige Menschen, dass dementiell erkrankte Menschen ihre Angehörigen und die, die professionell für sie sorgen, abwarten müssen, bis sich die Wogen in den Parteien, in der Koalition und in Europa geglättet haben?“ fragt Renate Gamp. Die Hängepartie ist unerträglich. „Die angekündigte Pflegereform muss jetzt kommen, sie steht im Koalitionsvertrag, sie ist lange angekündigt und mehr als überfällig“, so Gamp abschließend. Mit seinem Forderungskatalog will der DEVAP dazu beitragen, den Dialog weiter zu führen und zu einem schnellen Reformergebnis zu kommen.
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Roadmovie WEIL SIE LACHT
Mit einer modernen Idee versucht das Ev. Johanneswerk, einer der großen diakonischen Träger Europas, dem schlechten Image der Altenpflegebranche und dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken: Ein Roadmovie möchte junge Menschen auf den Beruf des Altenpflegers aufmerksam machen – und greift dabei ganz bewusst auch die Vorurteile gegen den Beruf auf.
Das Roadmovie WEIL SIE LACHT ist zu sehen auf
www.johanneswerk.de/weilsielacht und
www.youtube.com/jowerk.
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