14.05.2018

Zum Internationalen Tag der Pflege: Wir suchen die Guten – komm ins Team!

Das Lamento des Fachkräftemangels muss bald ein Ende nehmen, zumindest am Tag der Pflege sollte es verstummen, so der DEVAP-Vorstandsvorsitzende Dr. Bodo de Vries. Wir reden den Beruf damit unattraktiver als er ist, da die Botschaft lautet: Überlege es Dir gut, ob Du diesen Beruf wählst, das Arbeitsfeld ist von Mangel und Überstunden geprägt!

Die Botschaft muss aber sein: Pflege ist ein toller Beruf

Man kann sich spezialisieren, mitgestalten, Verantwortung übernehmen, im Team arbeiten und ist Vertrauensperson. Unsere Gesellschaft muss das endlich anerkennen und wir benötigen dazu auch das politische Signal und die entsprechende Weichenstellung damit der Beruf noch an Attraktivität gewinnt. Die diakonischen Träger sind attraktive Arbeitgeber mit einer guten tariflichen Vergütung, Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, etc. – das hält uns nicht davon ab, noch besser werden zu wollen. Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen verdienen Pflegefachkräfte bei diakonischen Arbeitgebern mit die höchsten Löhne, so eine Erhebung des Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (siehe Anlage). Auch das ist ein Argument für den Pflegeberuf.

Um das stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen hat der DEVAP – Deutsche Evangelische Fachverband für Altenarbeit und Pflege zusammen mit der Diakonie Deutschland zum Internationalen Tag der Pflege gleich zu einer ganzen Woche an Aktionen aufgefordert unter dem Motto „Wir suchen die Guten – Komm in das Team der Diakonie!“ Mit unterschiedlichen Aktionen der diakonischen Träger werden wir das Interesse für den Beruf steigern und uns als glänzende Arbeitgeber vor Ort präsentieren, so de Vries. So veranstalten manche eine Azubi-Beach-Party, ein Bewerber Speeddating, eine Now-Hiring-Aktion über die Mitarbeiter neue Mitarbeiter werben oder ein Berufe-Kino.

Wenn alle Akteure zusammenhalten, Politik vor Ort, im Land und Bund, die Aufsichtsbehörden, die Pflegeberufsverbände, die Angehörigeninitiativen und die Pflegeanbieter aber auch die Pflege- und Krankenkassen, dann können wir dem großen Bedarf an Pflegekräften begegnen. Wir müssen es nur jetzt tun und nicht nächstes Jahr oder in der nächsten Legislaturperiode betont de Vries.