10.10.2017

Reformbedarf Behandlungspflege – Geburtsfehler in neuer Legislatur beheben!

Thomas Eisenreich, Geschäftsführung des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege e.V. erklärt zur Veröffentlichung der Positionierung des Verbandes zu „Gleichbehandlung sichern – Medizinische Behandlungspflege im häuslichen und stationären Bereich“:

Für die anstehenden Koalitionsverhandlungen ist ein Punkt unabdingbar: Die Diskriminierung der Behandlungspflege zwischen ambulanter und stationärer Pflege muss beseitigt werden. Selbst in den Wahlprogrammen und bei den Antworten der Fraktionen auf unsere Wahlprüfsteine herrscht einhelliger Konsens: Hier muss etwas passieren. Jetzt müssen Taten folgen und das Thema muss in die Jamaika - Koalitions-verhandlungen!

Seit vielen Jahren wird diskutiert wie die Finanzverantwortung für die Behandlungspflege in stationären Pflegeeinrichtungen in das Sozialgesetzbuch V gebracht werden kann. Der DEVAP macht in Abstimmung mit der Diakonie Deutschland dafür ei-nen Vorschlag, wie die schrittweise Überführung der Finanzierung vom SGB XI in das SGB V vollzogen werden kann.
Es muss jetzt etwas geschehen und der Transformationsprozess angegangen werden. Der Anteil der Behandlungspflege im stationären Bereich wächst. Damit werden die stationär gepflegten Menschen über Gebühr belastet, weil sie einen immer größeren Teil der Kosten über den steigenden Eigenanteil schultern müssen. Zudem wer-den der Pflegeversicherung Gelder entzogen, die für andere Zwecke nicht zur Verfügung stehen. Das muss ein Ende haben!
Anhang: Positionspapier DEVAP und Diakonie Deutschland: Gleichbehandlung sichern – Medizinische Behandlungspflege im häuslichen und stationären Bereich